logo lauerturm (35 kb)
sjb-BJMM-U10
jugendopen
abgesagt
news
turniere
termine
download
dwz
pressearchiv
album
links
kontakt
impressum
user
datei
Forum
Notiz


Legende:
- 2 Tage
- 1 Woche
- 4 Wochen
- 8 Wochen
- 6 Monate
älter

Besucher seit 03/2011

Schachklub 1926 Ettlingen e.V.

Berichte

Ende Ende
13.09.2020 22:09 Turniere KategorietrennerBadische Meisterschaft Jonas Rosner
Von Mittwoch bis Sonntag fand in Pforzheim die diesjährige badische Meisterschaft statt. Es lief insgesamt gut, wie sich an der Tabelle erkennen lässt smilie

Tabelle

Dankenswerterweise konnte ich für die Zeit des Turniers (Mittwoch bis Sonntag) bei Schachfreund Klaus Zeier übernachten. Von dort bin ich bequem mit dem Fahrrad zum Spiellokal gefahren. Dieses war die VIP-Lounge bei einem Stadion einer Pforzheimer Fußballmannschaft, ein schöner Raum mit großem Balkon. Mit 10 Teilnehmern war es ein kleines, aber feines Feld. Nach der Setzliste waren Thilo Ehmann aus Sasbach und Veaceslav Cofman aus Eppingen die stärksten Konkurrenten, was sich im Turnierverlauf auch bestätigen sollte.

Runde 1 (Weiß gegen Lukas Pfatteicher): Meine erste Live-Schachpartie seit einem halben Jahr. Nach einer recht trockenen Eröffnung spielte mein Gegner etwas zu passiv. Objektiv war es ok, aber praktisch schwierig. Mit einem Figurenopfer öffnete ich die Stellung und seinen König, was mir den Sieg einbrachte.

Runde 2 (Schwarz gegen Veaceslav Cofman): In einer ruhigen, symmetrischen Variante hatte ich mit Schwarz zunächst bequemes Spiel. Dann setzte bei mir die Planlosigkeit ein und mein Widersacher entwickelte einen starken Angriff, der ihm den vollen Punkt hätte bringen sollen. Als die Hoffnung bei mir bereits schwand, ergab sich eine überraschende Chance:

Cofman - Rosner







Stellung nach dem 24 Zug von Weiss


Mein Gegner zog gerade Sd5-e3. Es folgte 24...Sg5 25.Dg4 - Sxf3 26.Txf3-Dh4!. Meinen letzten Zug hatte Weiß übersehen, nun steht plötzlich Schwarz auf Gewinn, da nach Dxh4 - Lxf3+ nebst Sxh4 folgt. So schnell kann sich eine Schachpartie drehen. Ein absoluter Big Point.

Runde 3 (Weiß gegen Joachim Sieglen): Mit der Eröffnung war ich nicht besonders zufrieden. Ich empfand die schwarze Stellung bereits als angenehmer und viel leichter zu spielen. Als mein Kontrahent seine Stellung etwas passiv interpretierte und ungeschickt Figuren tauschte, rechnete ich gut und gewann in 20 Zügen. 3/3, ein Punkt Vorsprung auf die Konkurrenz.

Runde 4 (Schwarz gegen Thilo Ehmann): In einer Caro-Kann-Partie spielte ich an einer Stelle unnötig kreativ und wurde in der Folge vom druckvollen Spiel meines Gegners in die Defensive gedrängt. Insgesamt habe ich mich lange gut verteidigt, kurz vor der Zeitkontrolle hatte ich sogar das Gefühl, besser zu stehen. Aber nach der Zeitkontrolle musste ich um Remis kämpfen. An einer Stelle hätte Weiß gewinnen können:

Ehmann - Rosner







Stellung nach dem 42 Zug von Schwarz


Hier hätte d6 nebst d7 gewonnen. Aus irgendwelchen Gründen haben wir den Zug an dieser Stelle beide nicht berechnet. In der Partie folgte h6-h7 und nach Txb2+, Kc1-Th2, Sd6+ - Kd8, Sb7+ kam es zur Zugwiederholung. Wichtiger Safe.

Runde 5 (Weiß gegen Hans Wiechert): Ab dieser Runde wurde das Turnier in einem anderen Raum ausgetragen. Ich hatte dei Information mit dem nächsten Gebäude falsch interpretiert und bin somit unmittelbar vor Rundenbeginn zwischen den Sportplätzen herumgeirrt, habe kurz in eine Flüchtlingsunterkunft hereingeschaut und hatte anschließend keine Ahnung, wo der neue Spielsaal sein sollte. Da ich auch niemanden anrufen konnte, wurde ich doch etwas nervös. Letztlich fand ich doch noch ein Gebäude und war sehr froh, dort im ersten Stock ein Raum mit Schachbrettern zu erblicken.

Die Partie lief dann deutlich glatter durch. Mit der Vorbereitung kam ich direkt zu klarem Vorteil, spielte die Partie dann auch konsequent weiter. Die Endstellung zeigt, dass die Partie Spaß gemacht hat:

Rosner - Wiechert







Stellung nach dem 29 Zug von Weiss


Runde 6 (Schwarz gegen Martin Hartmann): Hier hatte ich das Gefühl meinen Gegner im Mittelspiel zu überspielen. Dann bot er mir einen Bauern zum Verspeisen an. Ich bediente mich entsprechend, hatte allerdings etwas übersehen. Zum Glück konnte ich die Partie mit einer Serie einziger Züge halten.

Da auch Ehmann einen halben Punkt abgab, war ich weiterhin einen vollen Punkt vor dem Verfolgerfeld.

Runde 7 (Weiß gegen Jörg Schlenker): Ich machte meinem Gegner nach 5 Zügen ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Damit war der badische Meistertitel und die Qualifikation zur deutschen Meitserschaft eingetütet :)

Bei meiner zweiten Teilnahme habe ich das Turnier zum zweiten Mal gewonnen. Ich sollte da öfter mitspielen smilie
[ 6 Kommentare]
Anfang Anfang

angemeldete Benutzer können Einträge/Kommentare erfassen.

  

home - deep link - Letze Änderung Darstellung: 06.09.2012 20:41:56, Inhalt: 17.09.2020 20:57:11 - Aufrufe:

nicht angemeldet - browser: NN/NN OS: NN check: PHP

Laufzeit Server= 0.717 sekunden