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Schachklub 1926 Ettlingen e.V.

Berichte

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22.10.2019 19:51 mannschaftskämpfe KategorietrennerÖtigheim - Ettlingen 6:2 "We played well. Both of us" Marcus Friedel
Zweites Spiel in der Oberliga, wieder auswärts, wieder 2:6 verloren. Im Gegensatz zum letztlich chancenlosen Kampf in Buchen haben wir diesmal viel Widerstand geleistet und näher am Punktgewinn geschnuppert als es das Ergebnis aussagt.

Zur Ausgangsituation zitiere ich einfach den Untergrombacher Twitter-Ticker (@scu46 ist btw sehr zu empfehlen):
"Bei Ettlingen fehlen Grothe, Wehner und Mader. Dafür FM Werner zurück im Team. Dieses Duell ist besonders interessant, weil zwei völlig...
... unterschiedliche Modelle aufeinandertreffen. Ötigheim mit 7 Legionären gegen Ettlingen mit acht local heroes."

Bei uns wurden die genannten Abwesenden durch Clemens Werner, Jonathan Reichel und Timo Fucik ersetzt, was einen Schnitt von 2196 für uns ergab.
Die Ötigheimer Internationals hatten keine Anreisewege gescheut, es aber nicht ganz so übertrieben wie am ersten Spieltag. Mit einem Schnitt von 2294 war dennoch klar, dass wir haushoher Außenseiter waren.

So nach ca. 3,5 Stunden machte ich dennoch einen optimistischen Rundgang.
In meiner Partie wussten beide Seiten nicht so genau, wie mit der Spannung im Zentrum umzugehen war. Mein französischer Gegner entschied sich dann im falschen Moment zur Eröffnung, so dass ein thematisches Bauernopfer meinerseits meine Figuren dermaßen aktivierte, dass die Initiative bereits wenige Züge später nur unter Rückgabe des Bauerns und Abgabe einer ganzen Qualität gestoppt wurde. Ich war mir sicher, dass das objektiv klar gewonnen ist. Wenn ich also nix mehr versemmle, köntne ja was gehen.
Der Spielstand war nicht so erbaulich, Schiri Andi Vinke hatte ein 0,5:2,5 notiert:
Klaus Zeier war gegen einen weiteren Franzosen zumindest optisch früh unter Druck gekommen. Ungestüm anstürmende Bauern am Königsflügel rissen ein paar Lücken, die dann vermutlich auch entscheidend waren.
Clemens Werner musste sich recht schnell mit einer Partei auf die falschen zwei Ergebnisse einstellen. Eigentlich war seine Stellung aber sehr solide. Leider ließ er sich mit dem Verhindern des quasi einzigen Bauernhebels einen Zug zu lange Zeit, da es so aussah, dass er taktisch noch nicht möglich ist. Sein Gegner hatte die Abfolge aber präzise und etwas länger gerechnet und so hebelte er die Stellung aus. Clemens versuchte sein Glück noch mit einem Figurenopfer für 3 Bauern, was letztlich aber nicht genügte.
Jonathan Reichel war bereits am Vorabend als location-Wähler und Taktikcoach der local hero. Auch am (Nichtwachs)-Brett brachte er uns als erstes aufs Scoreboard. In einer optisch dubiosen Pirc-Partie (erst standen alle Bauern auf der 6ten, dann alle auf der 4ten und 5ten) ging es wild zur Sache und auch im Endspiel gab es anscheinend noch diverse Kuriositäten. Unterm Strich stand ein verdientes Remis mit dem beide Kontrahenten zufrieden waren.

Woher kam trotz des Rückstandes der Optimismus?
Jonas Rosners Stellung sah vielversprechend aus. Nachdem er darauf verzichtet hatte, seinen Gegner GM Georgiev auf dem Gebiet seines eigenen Eröffnungsbuches zu testen, gab ihm die Struktur im Mittelspiel mit ab gegen a-Bauer einen klaren Plan: Freibauer bilden, reinlaufen. Im Gegenzug kontrollierte sein Gegner das Zentrum und suchte Gegenspiel am Königsflügel, was aber für mich noch nicht ganz so gefährlich aussah.
Max Arnold hatte zwar eine klare =+-Folter zu ertragen, da er über den schlechten Läufer und weniger Raum verfügte. Aber ohne ersichtliche Schwächen bewertete ich das als gut haltbar.
In Summe könnte vorne also gut 1 Punkt rausspringen.

Stephan Tschanns Partie habe ich ehrlicherweise am wenigsten durchdrungen. Es sah kompliziert aus, ich würde aber keiner Seite einen Vorteil zusprechen.
Bei Timo Fucik, unser einziger DWZ-Favorit heute, war auf dem Brett bereits früh in der Eröffnung alles gut verlaufen und er verwaltete eine angenehme Isolani-Stellung. Einzig die Zeiteinteilung war ein wenig Anlass zur Sorge.
Insgesamt sollte aber auch bei den beiden mindestens 1 Punkt drin sein.

Mit hochgerechnet mindestens 3,5 fehlte nicht mehr viel zum ersten Mannschaftspunkt. Doch genau wie meine Voraussagungen zu den Gegneraufstellungen waren auch die für unsere Partien leider ziemlich daneben.

Jonas wich sogar Dauerschachbemühungen aus, doch irgendwann glitt die Partie sogar über den Ausgleich hinweg in schwarzen Vorteil und der Angriff aus seinen König schlug durch.
Max konnte noch vereinfachen und das Endspiel mit 3 vs. 3 Bauern schien trotz schlechten Läufers remislich aber schwierig. Letztlich stand der Läufer dann doch einmal auf der falschen Diagonale und sein Gegner konnte durchbrechen und gewinnen.

Stephan brachte seine Partie dann in den Remishafen. Dies ist umso bemerkenswerter, da seine Vorbereitung und fast sogar sein Einsatz von beruflicher Verpflichtung, Krankheit zu Hause und der deutschen Bahn torpediert wurde.
Auch ich versemmelte nix mehr und konnte unseren ersten Einzelsieg in dieser Saison eintüten.
Timo hatte beim Versuch, alles unter Kontrolle zu halten, seine eigene Figuren etwas verknotet und dann eine Taktik übersehen, die einen Bauern kostete. Diese schwierige Stellung verteidigte er noch bis zur 6 Stunden-Marke zäh aber letzlich ohne Erfolg.

Somit signierten wir ein 2:6 und machten uns auf den Weg nach Rastatt zur Nachbesprechung bei Powerball und Bananenweizen.

Wenn man sich die Tabelle der Liga so anschaut, dann sind neben uns auch die erwarteten Abstiegskonkurrenten Dreiländereck und Sasbach punktlos. Umso wichtiger wird der nächste Spieltag, wenn wir die Schachfreunde vom Dreiländereck bei uns begrüßen dürfen.
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